Eu Metalle Projekte
Die Europäische Kommission hat eine Liste mit 47 strategischen Projekten veröffentlicht, um die Produktion von kritischen Rohstoffen innerhalb der EU zu erhöhen. Dabei geht es um 14 von insgesamt 17 Materialien, die für die Energiewende und Sicherheit als entscheidend eingestuft wurden. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.
Die Maßnahmen erfolgen im Rahmen des im Jahr 2023 verabschiedeten Gesetzes über kritische Rohstoffe. Ziel der EU ist es, bis 2030 mindestens 10 % der benötigten Rohstoffe selbst abzubauen, 40 % zu verarbeiten und 25 % durch Recycling zurückzugewinnen.
Wichtige Metalle wie Aluminium, Kupfer und Nickel stehen dabei im Fokus, ebenso wie Lithium, das essenziell für die Batterieproduktion ist, sowie seltene Erden, die in Dauermagneten für Windturbinen und Elektrofahrzeuge verwendet werden.
Diese Projekte verteilen sich auf 13 EU-Mitgliedstaaten, darunter Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Schweden, Finnland, Estland, Belgien, Tschechien, Griechenland, Portugal, Polen und Rumänien. Von den 47 Projekten konzentrieren sich 25 auf den Abbau, 24 auf die Verarbeitung und 10 auf das Recycling. Manche Projekte kombinieren mehrere dieser Bereiche.
Durch diese Maßnahmen will die EU ihre Abhängigkeit von einzelnen Rohstofflieferanten reduzieren und damit Versorgungsrisiken vermeiden. Dies geschieht vor dem Hintergrund der Erfahrungen mit der Abhängigkeit von russischem Gas, die seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine kritisch betrachtet wird. Als weiteres Mittel setzt die Kommission verstärkt auf gemeinsame Beschaffungsinitiativen.