Spacex China Offshore
Laut einem Bericht von ProPublica vom 27. März nutzt das Raumfahrtunternehmen SpaceX, das unter der Leitung von Elon Musk steht, Offshore-Finanzstrukturen wie die Kaimaninseln und die Britischen Jungferninseln, um Investitionen aus China zu ermöglichen. Diese Informationen kamen im Rahmen eines Gerichtsverfahrens im US-Bundesstaat Delaware ans Licht, bei dem unter anderem der Finanzchef von SpaceX sowie der Investor Iqbaljit Kalhon aussagten.
Obwohl SpaceX als Auftragnehmer der US-Regierung direkte Investitionen aus China zu vermeiden versucht, erlaubt das Unternehmen über komplexe Umwege Kapitalzuflüsse aus dem asiatischen Land. Dies geschieht offenbar mit dem Ziel, die Aufmerksamkeit amerikanischer Aufsichtsbehörden zu umgehen.
Diese Enthüllungen werfen neue Fragen zur Transparenz und zu den internationalen Verbindungen von SpaceX auf. Sicherheitsexperten warnen, dass solche Praktiken ein Versuch sein könnten, die tatsächlichen Eigentumsverhältnisse zu verschleiern – ein besonders sensibles Thema in Zusammenhang mit der nationalen Sicherheit der USA.
Zusätzlich sorgt die enge Verbindung zwischen Elon Musk und China für Bedenken. Tesla, ein weiteres Unternehmen Musks, betreibt große Produktionsstätten in China, und Musk selbst hat mehrfach hochrangige chinesische Regierungsvertreter getroffen, um über seine Geschäftsinteressen zu sprechen.
Fachleute im Bereich der nationalen Sicherheit zeigen sich zunehmend besorgt über die tiefergehenden Verflechtungen zwischen Musk und China – viele dieser Beziehungen seien der Öffentlichkeit bislang kaum bekannt.