Die Luftstreitkräfte von Frankreich und Vereinigtes Königreich haben am Samstagabend eine gemeinsame Luftoperation gegen ein Waffen- und Sprengstofflager der Terrororganisation Islamischer Staat in Syrien durchgeführt. Ziel befand sich in einem bergigen Gebiet nahe der antiken Stadt Palmyra. Darüber berichtete die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf das britische Verteidigungsministerium.
Nach Angaben des UK Ministry of Defence nutzten Terroristen das Objekt zur Lagerung von Waffen und Sprengstoffen in unterirdischen Tunneln. Die Existenz dieser Anlagen sei durch nachrichtendienstliche Aufklärung bekannt geworden.
Für den Angriff setzten britische Kampfjets des Typs Typhoon FGR4 präzisionsgelenkte Bomben vom Typ Paveway IV ein. Die Flugzeuge wurden während der Mission von einem Tankflugzeug Voyager unterstützt. Das Verteidigungsministerium betonte, dass der Schlag gezielt in einer unbewohnten Region erfolgte, um zivile Opfer zu vermeiden. Alle beteiligten Maschinen kehrten anschließend sicher zu ihren Stützpunkten zurück.
Der britische Verteidigungsminister John Healey hob die Bedeutung der engen Zusammenarbeit der Verbündeten im Kampf gegen ein mögliches Wiedererstarken des terroristischen „Kalifats“ hervor. Parallel dazu werten Experten derzeit Aufklärungsdaten aus, um das Ausmaß der Zerstörungen zu bewerten.
Obwohl die Kernstrukturen des IS bereits 2019 zerschlagen wurden, setzt die internationale Koalition ihre Einsätze und Patrouillen in der Region fort, um ein Wiedererstarken extremistischer Netzwerke zu verhindern.