Ajatollah plant Flucht nach Moskau

Der oberste Führer des Iran, Ajatollah Ali Chamenei, soll einen Notfallplan für den Fall eines Zusammenbruchs seines Regimes vorbereitet haben. Demnach würde Chamenei nach Moskau fliehen, falls die Sicherheitskräfte die zunehmenden Proteste nicht mehr unter Kontrolle halten können. Das berichtet die britische Zeitung The Times unter Berufung auf einen geheimdienstlichen Lagebericht.

Laut dem Bericht sieht der sogenannte „Plan B“ vor, dass der 86-jährige Chamenei Teheran gemeinsam mit engen Vertrauten sowie Mitgliedern seiner Familie verlässt. Dies soll dann geschehen, wenn Teile der Sicherheitsapparate ihre Loyalität aufkündigen oder sich angesichts anhaltender Unruhen neutral verhalten.

Ein Geheimdienstmitarbeiter erklärte gegenüber der Zeitung, der Evakuierungsplan gelte ausschließlich für Chamenei und seinen engsten Machtzirkel. Dazu zählten unter anderem sein Sohn Mojtaba Chamenei, der als möglicher Nachfolger gilt, sowie weitere hochrangige Berater und Familienangehörige.

Die Berichte erscheinen vor dem Hintergrund wachsender Demonstrationen im Iran, ausgelöst durch wirtschaftliche Probleme und politische Unzufriedenheit. Beobachter werten die Existenz eines solchen Fluchtplans als Hinweis auf die Nervosität der iranischen Führung angesichts der aktuellen Lage.

Eine offizielle Stellungnahme der iranischen Regierung oder des Büros des obersten Führers lag zunächst nicht vor.

Von admin

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