Marco Rubio übernimmt Schlüsselrolle in Venezuela

Der US-Außenminister Marco Rubio soll künftig eine zentrale Rolle bei der politischen Steuerung Venezuelas spielen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Quellen. Rubio gilt seit Jahren als scharfer Kritiker des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro sowie dessen Vorgängers Hugo Chávez.

Dem Bericht zufolge existiert derzeit kein klar definierter Plan für die Entsendung von US-Truppen oder die Einrichtung einer formellen amerikanischen Verwaltungsstruktur in Venezuela. Dennoch habe US-Präsident Donald Trump deutlich gemacht, dass er die Entwicklungen in dem südamerikanischen Land genau verfolgt – insbesondere im Hinblick auf den strategisch wichtigen Ölsektor.

Bloomberg zufolge wird Marco Rubio faktisch die führende Rolle bei der politischen Koordination und Entscheidungsfindung in Bezug auf Venezuela übernehmen. Seine langjährige außenpolitische Linie gegenüber Caracas sowie seine enge Stellung innerhalb der Trump-Administration machten ihn zum zentralen Ansprechpartner für die künftige US-Strategie.

Beobachter werten diese Entwicklung als Hinweis darauf, dass Washington weniger auf eine direkte militärische Präsenz setzt, sondern vielmehr auf politischen, wirtschaftlichen und diplomatischen Einfluss. Vor allem die Kontrolle und Stabilisierung der venezolanischen Energieindustrie könnte dabei eine Schlüsselrolle spielen.

Die Aussicht auf eine maßgebliche Rolle Rubios dürfte sowohl in Lateinamerika als auch international aufmerksam verfolgt werden. Kritiker warnen vor einer zu starken Einflussnahme der USA, während Befürworter darin eine Chance sehen, die politische und wirtschaftliche Krise Venezuelas neu zu ordnen.

Von admin

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