Der Münchner Automobilkonzern BMW hat die vollständige Integration des Traditionslabels Alpina abgeschlossen und damit ein neues Kapitel in der Geschichte der Marke aufgeschlagen. Nach der Übernahme im März 2022 galt ein Übergangsabkommen, das Alpina bis Ende 2025 eine begrenzte Unabhängigkeit sicherte. Mit dem 1. Januar 2026 ist diese Phase offiziell beendet: Alpina wird nun als eigenständige Marke innerhalb der BMW Group unter dem Namen BMW Alpina neu positioniert.
Nach Angaben des Konzerns soll die Kernphilosophie von BMW Alpina auf der Verbindung maximaler Leistung mit außergewöhnlichem Fahrkomfort und markentypischen Fahreigenschaften basieren. Ein zentraler Bestandteil des neuen Konzepts ist die Individualisierung: Kundinnen und Kunden erhalten Zugang zu umfangreichen Personalisierungsoptionen, darunter exklusive Materialien, spezielle Farbkonzepte und charakteristische Designelemente.
BMW betont, dass die künftigen Modelle von BMW Alpina höchsten Ansprüchen an Optik, Akustik und haptische Qualität genügen sollen. Positioniert wird die Marke als Bindeglied zwischen BMW und Rolls-Royce – sowohl hinsichtlich Luxusniveau, Exklusivität als auch Preisgestaltung.
Mit dem Neustart erhält Alpina zudem eine neue visuelle Identität. Künftige Fahrzeuge tragen den Schriftzug „BMW Alpina“ mittig am Heck. Das neue Logo orientiert sich an der asymmetrischen Alpina-Emblematik der 1970er-Jahre, wurde jedoch in einem bewusst minimalistischen Stil neu interpretiert. Die Zukunft des klassischen runden Alpina-Logos mit Drosselklappen- und Kurbelwellenmotiv bleibt offen; es könnte weiterhin auf ausgewählten Modellen Verwendung finden.
Nach ersten Informationen sollen sowohl die nächste Generation des BMW X7 als auch dessen vollelektrische Variante BMW iX7 als BMW-Alpina-Versionen mit einer Leistung von rund 900 PS erscheinen. Darüber hinaus arbeitet BMW an einer luxuriösen Sportlimousine als Nachfolger der eingestellten Alpina B7. Dieses Modell soll auf der aktuellen BMW 7er-Generation basieren und voraussichtlich Mitte 2026 auf den Markt kommen. Branchenkreise sprechen von einem eigenen internen Index, der auf deutliche technische und konzeptionelle Unterschiede zur Serienversion hindeutet.