Die zahlreichen Trainerwechsel bei Manchester United nach dem Abschied von Klublegende Sir Alex Ferguson haben den Verein teuer zu stehen kommen lassen. Seit dem Ende der Ära des schottischen Erfolgstrainers hat der englische Rekordmeister insgesamt sieben Cheftrainer verschlissen. Das berichtet die britische Zeitung The Telegraph unter Berufung auf eigene Berechnungen.
Demnach belaufen sich die Gesamtausgaben für Trainerwechsel in der Zeit nach Ferguson auf nahezu 100 Millionen Pfund. Rund 78 Millionen Pfund flossen allein in Abfindungen und Gehaltszahlungen an entlassene Trainer sowie deren Trainerstäbe. Weitere 21 Millionen Pfund investierte der Klub in die Verpflichtung neuer Cheftrainer.
Die Zahlen verdeutlichen die sportliche und strategische Instabilität des Vereins in den vergangenen Jahren. Trotz erheblicher finanzieller Aufwendungen gelang es Manchester United bislang nicht, an die nachhaltigen Erfolge der Ferguson-Ära anzuknüpfen.
Der aktuelle Cheftrainer Rúben Amorim ist laut Bericht der bestbezahlte Trainer in der Zeit nach Ferguson. Sein Jahresgehalt soll sich auf rund 11 Millionen Euro belaufen. Den höchsten finanziellen Ausgleich nach seiner Entlassung erhielt hingegen José Mourinho: Der Portugiese kassierte nach seinem Abschied eine Abfindung in Höhe von 19,6 Millionen Pfund.
Die hohen Kosten für Trainerwechsel gelten inzwischen als Symbol für die sportliche Orientierungslosigkeit des Klubs. Experten sehen darin einen wesentlichen Grund dafür, dass Manchester United trotz großer Investitionen den Anschluss an die europäische Spitze bislang nicht wiedergefunden hat.