Chinesischer Elektro-Supersportwagen

Der chinesische Technologiekonzern Dreame, bislang vor allem für Haushaltsgeräte und Roboterstaubsauger bekannt, hat überraschend den Sprung in die Welt der Hochleistungsfahrzeuge gewagt. Auf der Technologiemesse CES präsentierte das Unternehmen in Las Vegas den Konzept-Elektrosportwagen Kosmera Nebula 1. Darüber berichtete das Branchenportal Carscoops.

Erste Teaserbilder hatten noch stark an Designsprache von Bugatti erinnert. Die finale Version des Konzepts fiel jedoch deutlich eleganter und zurückhaltender aus. Statt massiver Hypercar-Anleihen zeigt der Nebula 1 klare Einflüsse der italienischen Designschule: Die Frontpartie erinnert an Sportwagen aus Maranello, während die Gesamtproportionen und die visuelle Leichtigkeit eher Assoziationen zu Lotus wecken. Von der charakteristischen Bugatti-„Hufeisen“-Front ist im Serienkonzept nichts mehr zu sehen.

Trotz viertüriger Karosserie positioniert Dreame den Nebula 1 klar als Supersportwagen und nicht als klassische Limousine. Ein aggressives Aerodynamik-Paket aus Carbon, ein großer Heckdiffusor sowie ein markantes Rennsport-Heckflügel-Design unterstreichen die Performance-Ambitionen des Fahrzeugs.

Auch technisch setzt der Elektro-Supersportler Maßstäbe. Vier Elektromotoren leisten zusammen 1.876 PS. Damit soll der Sprint von 0 auf 100 km/h in nur 1,8 Sekunden gelingen. Diese Werte platzieren den Nebula 1 in einer Liga mit den extremsten chinesischen Elektro-Performance-Fahrzeugen und auf Augenhöhe mit europäischen Top-Supersportwagen.

Ob und wann der Kosmera Nebula 1 in Serie gehen könnte, ließ Dreame offen. Klar ist jedoch: Der Vorstoß zeigt, wie ernst chinesische Technologieunternehmen den Einstieg in den globalen Automobilmarkt nehmen – selbst aus Branchen, die bislang keinerlei Bezug zum Hochleistungssegment hatten.

Von admin

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