FIA reagiert auf Motorenstreit

Der Automobil-Weltverband FIA hat auf den eskalierenden Streit um neue Antriebseinheiten in der Formel 1 reagiert und ein Treffen mit den betroffenen Rennställen angekündigt. Ziel der Zusammenkunft ist es, die Kritik an den jüngst zugelassenen Motorenlösungen zu diskutieren und bestehende Differenzen zu klären. Darüber berichtet das Fachportal The Race.

Hintergrund der Auseinandersetzung sind neue Antriebseinheiten von Mercedes und Red Bull Racing. Deren Ingenieure sollen technische Anpassungen vorgenommen haben, mit denen sich eine im neuen Reglement definierte Begrenzung des Verdichtungsverhältnisses umgehen lässt. Nach Angaben aus dem Fahrerlager ermöglichen diese Modifikationen eine Mehrleistung von rund 14 PS, was einem Zeitgewinn von etwa 0,3 bis 0,4 Sekunden pro Runde entspricht.

Nach Bekanntwerden der technischen Vorteile reichten Audi, Ferrari und Honda gemeinsam eine Beschwerde bei der FIA ein. Die drei Hersteller sehen die sportliche Chancengleichheit im Hinblick auf die kommende Saison gefährdet und fordern eine Neubewertung der Zulässigkeit der betroffenen Motorenkonzepte.

Die FIA hatte jedoch bereits entschieden, die modifizierten Antriebseinheiten von Mercedes und Red Bull für die nächste Saison vorerst zuzulassen. Gleichzeitig kündigte der Verband an, das Thema künftig erneut zu überprüfen. Diese Entscheidung stößt bei den protestierenden Teams weiterhin auf Widerstand.

Besonders umstritten ist der Zeitpunkt möglicher Regelanpassungen. Während die FIA eine Überarbeitung des Motorenreglements erst für die Saison 2027 vorsieht, drängen Audi, Ferrari und Honda auf ein früheres Eingreifen – idealerweise bereits während der Sommerpause der kommenden Meisterschaft.

Das angekündigte Treffen gilt nun als erster Versuch, eine Eskalation des Konflikts zu vermeiden. Ob es zu einem Kompromiss kommt oder der Streit die Formel 1 auch politisch weiter belastet, bleibt offen.

Von admin

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