Kellogg: Putin ist das größte Hindernis

Der Sondergesandte von US-Präsident Donald Trump für Sicherheitsfragen, General Keith Kellogg, sieht den russischen Machthaber Wladimir Putin als zentrales Hindernis für eine Beendigung des Krieges in der Ukraine. Das erklärte Kellogg in einem Interview mit ITV News.

Nach Einschätzung des US-Generals werde Putin selbst unter der Voraussetzung klarer Sicherheitsgarantien durch die Vereinigte Staaten kaum einer Stationierung europäischer Friedenstruppen in der Ukraine zustimmen. Der Kremlchef sei ein „Stolperstein“, der mit zunehmender Dauer des Krieges immer schwerer zu überwinden werde – insbesondere dann, wenn er weiterhin davon ausgehe, militärisch im Vorteil zu sein.

„In Wahrheit gewinnt er diesen Krieg nicht“, betonte Kellogg. Er verwies darauf, dass diese Einschätzung auch von Steve Witkoff gegenüber Moskau kommuniziert worden sei. Ob Putin diese Realität akzeptiere, bezweifelte der US-Gesandte jedoch ausdrücklich.

Auf die Frage nach den Voraussetzungen für ein mögliches Friedensabkommen erklärte Kellogg, dass die Ukraine ihre Positionen klar definiert habe. Entscheidend sei nun, die russische Seite ebenfalls an einen Punkt zu bringen, an dem ernsthafte Verhandlungen möglich würden. Dies erfordere politischen Druck und eine strategische Balance.

Zugleich unterstrich Kellogg die Schlüsselrolle der USA im Konflikt. Washington habe die Fähigkeit, das Kräfteverhältnis maßgeblich zu beeinflussen. Letztlich liege es beim US-Präsidenten zu entscheiden, in welchem Umfang und mit welcher Konsequenz die Unterstützung für Kiew oder der Druck auf Moskau verstärkt werde – stets im Einklang mit den langfristigen strategischen Interessen der Vereinigten Staaten.

Die Aussagen Kelloggs verdeutlichen, dass Washington den Weg zu einem möglichen Frieden weiterhin primär über politischen und militärischen Druck auf Russland sieht und nicht von einem kurzfristigen Einlenken des Kremls ausgeht.

Von admin

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