Der Norwegischer Nobelkomitee und das Norwegischer Nobelinstitut haben unmissverständlich klargestellt, dass der Friedensnobelpreis weder übertragen noch verschenkt werden kann. Anlass waren Äußerungen von Donald Trump, wonach ihm die aktuelle Preisträgerin den Preis möglicherweise „überlassen“ könne. Darüber berichtete die The Washington Post.
Trump hatte erklärt, er sei bereit, den Friedensnobelpreis anzunehmen, falls ihn die venezolanische Oppositionspolitikerin María Corina Machado bei einem geplanten Treffen in der kommenden Woche persönlich überreiche. Diese Darstellung sorgte international für Irritationen.
Vertreter der Nobel-Institutionen reagierten umgehend und wiesen die Spekulationen zurück. In einer offiziellen Stellungnahme betonten sie, dass der Friedensnobelpreis nach seiner Verkündung weder annulliert, noch geteilt oder auf eine andere Person übertragen werden könne. Die Entscheidung des Nobelkomitees sei endgültig und bleibe dauerhaft bestehen.
„Nach der Bekanntgabe kann der Nobelpreis nicht zurückgezogen, weitergegeben oder neu zugewiesen werden. Die Entscheidung ist bindend und gilt für immer“, erklärten das Nobelkomitee und das Nobelinstitut gemeinsam.
Zuvor hatte Trump in einem Interview mit Fox News gesagt, er habe gehört, dass Machado plane, ihm den Preis zu „schenken“. Dies bezeichnete er als „große Ehre“. Zugleich bestätigte der US-Präsident, dass er sich auf ein persönliches Treffen mit der venezolanischen Politikerin freue.
Beobachter werten die Klarstellung aus Oslo als Versuch, politische Instrumentalisierung des Friedensnobelpreises frühzeitig zu unterbinden und die institutionellen Regeln der Preisvergabe zu verteidigen.