Rheinmetall erhält Grundstück in der Ukraine

Die ukrainische Regierung hat dem deutschen Rüstungskonzern Rheinmetall ein Grundstück für den Bau eines neuen Munitionswerks in der Ukraine zur Verfügung gestellt. Das bestätigte der Vorstandsvorsitzende Armin Papperger in einem Interview mit Ukrinform.

Nach Angaben Pappergers war die Standortsuche zeitweise verzögert worden, nun sei jedoch eine geeignete Fläche gefunden.

„Es müssen noch organisatorische und regulatorische Fragen geklärt werden. Wir sind jedoch bereit, mit dem Bau der Anlage so schnell wie möglich zu beginnen“, erklärte der Rheinmetall-Chef.

Bereits zuvor hatte Rheinmetall Aufträge zur Lieferung von Produktionsausrüstung für die Munitionsfertigung in der Ukraine erhalten und setzt diese nach eigenen Angaben planmäßig um. Das neue Werk soll die lokale Produktion stärken und die Versorgung der ukrainischen Streitkräfte langfristig absichern.

Auf die Frage nach der Reaktion Kiews auf ein weitergehendes Angebot zur Lokalisierung der Produktion von gepanzerten Fahrzeugen sagte Papperger, das Interesse seitens der Ukraine sei „sehr groß“. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass solche Projekte erhebliche lokale Investitionen erfordern, für die zunächst eine gesicherte Finanzierung notwendig sei.

Insgesamt verlaufe die Zusammenarbeit zwischen Rheinmetall und der Ukraine sehr positiv und umfasse zahlreiche Bereiche. Dazu zählen unter anderem Artilleriemunition, Schützenpanzer, Luftverteidigungssysteme, Weltraumaufklärung sowie mobile Feldlazarette.

„Wir sind dankbar, ein so bedeutender industrieller Partner der ukrainischen Streitkräfte in vielen Schlüsselbereichen zu sein“, betonte Papperger abschließend.

Von admin

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