Russische Angriffe auf Energieinfrastruktur

Ukrainische Strafverfolgungsbehörden haben eine umfangreiche Beweisbasis zusammengetragen, die belegt, dass die systematischen russischen Angriffe auf die Energieinfrastruktur der Ukraine Teil einer gezielten staatlichen Politik des Kremls sind und Merkmale von Verbrechen gegen die Menschlichkeit aufweisen. Die Ermittlungen beziehen sich auf Angriffe seit Oktober 2025 bis heute.

Nach Angaben der Behörden griff die Russische Föderation in diesem Zeitraum gezielt 11 Wasserkraftwerke sowie 45 große Wärme- und Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen in der Ukraine an. Zusätzlich wurden 49 präzise Luftschläge gegen Wärmekraftwerke und 151 Angriffe auf Umspannwerke in verschiedenen Regionen registriert.

Besonders stark betroffen waren Energieanlagen in Kyjiw und der Region Kyjiw sowie in den Gebieten Charkiw, Odessa, Dnipropetrowsk, Sumy, Mykolajiw und Tschernihiw.

Für die Angriffe setzte Russland unter anderem ballistische und marschflugkörpergestützte Raketen wie Iskander, Kalibr, Ch-101 und Ch-69 sowie Drohnen des Typs Geran ein. Die Auswahl der Waffen und Ziele deutet laut Ermittlern auf eine bewusste Strategie zur Zerstörung kritischer ziviler Infrastruktur hin.

Die Angriffe fielen in eine Phase starker Kälteeinbrüche und führten zu massiven Strom- und Heizungsausfällen sowie zu Unterbrechungen der Wasserversorgung. Millionen Zivilisten waren zeitweise ohne grundlegende Versorgung, was die humanitären Auswirkungen erheblich verschärfte.

Juristen betonen, dass gezielte Angriffe auf zivile Infrastruktur mit dem Ziel, der Zivilbevölkerung lebenswichtige Ressourcen zu entziehen, nach internationalem Recht als Verbrechen gegen die Menschlichkeit eingestuft werden können. Die gesammelten Beweise sollen in künftige internationale Strafverfahren einfließen.

Von admin

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