Porsche Absatz 2025

Einbruch in China und Lieferprobleme in Europa belasten den Sportwagenhersteller

Der deutsche Sportwagenbauer Porsche hat das größte jährliche Absatzminus seit 16 Jahren gemeldet. Wie Bloomberg berichtet, lieferte das Unternehmen im Jahr 2025 weltweit 279.449 Fahrzeuge aus. Das entspricht einem Rückgang von rund zehn Prozent gegenüber 2024. Ein ähnlich starker Einbruch wurde zuletzt 2009 registriert, als die globale Finanzkrise die Nachfrage um 24 Prozent einbrechen ließ.

Besonders hart traf es Porsche auf dem chinesischen Markt. In der Volksrepublik China gingen die Auslieferungen um 26 Prozent zurück. Ursache waren die angespannte Lage im Premiumsegment sowie der extrem intensive Wettbewerb, vor allem bei Elektrofahrzeugen. Im Vergleich zu anderen deutschen Premiummarken schnitt Porsche schwächer ab: BMW verzeichnete in China ein Minus von 12,5 Prozent, Mercedes-Benz einen Rückgang von 19 Prozent.

Als Reaktion auf die nachlassende Nachfrage setzte Porsche 2025 verstärkt auf bewährte Modelle mit Verbrennungsmotor und verschob die Markteinführung einzelner vollelektrischer Neuheiten. Diese strategische Neuausrichtung hatte jedoch ihren Preis: Nach Unternehmensangaben gingen dem Konzern dadurch rund 1,8 Milliarden Euro an potenziellem Gewinn verloren.

Auch in Europa entwickelte sich der Absatz schwach. In Deutschland sanken die Verkäufe um 16 Prozent, im gesamten europäischen Markt um 13 Prozent. Porsche führte dies auf Lieferlücken bei den Modellen 718 und Macan mit Verbrennungsmotor zurück. Hintergrund sind neue EU-Vorgaben zur Cybersicherheit von Software, die im Juli 2024 in Kraft traten. Infolge dieser Regelungen verschwand die benzinbetriebene Version des Macan, zuvor ein Bestseller, 2025 vollständig aus dem Angebot, nachdem sie 2024 noch für ein hohes Absatzniveau gesorgt hatte.

Von admin

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