Überschwemmungen im südlichen Afrika

Extremregen trifft mehrere Länder – besonders Mosambik, Simbabwe und Südafrika betroffen

Im südlichen Teil Afrikas haben anhaltende Starkregenfälle und Überschwemmungen eine schwere humanitäre Krise ausgelöst. Mindestens sieben Länder sind betroffen, mehr als 200 Menschen kamen ums Leben. Das berichtete die Nachrichtenagentur Associated Press am Samstag.

Am härtesten traf es Mosambik, wo nach offiziellen Angaben mindestens 103 Menschen starben. Mehr als 200.000 Bewohner wurden durch die Fluten in Mitleidenschaft gezogen. Im benachbarten Simbabwe kamen mindestens 70 Menschen ums Leben, zudem wurden über 1.000 Häuser sowie zahlreiche Schulen und Brücken zerstört.

Auch die Südafrika meldete einen deutlichen Anstieg der Opferzahl. Dort wurden bislang mindestens 30 Todesfälle bestätigt. Besonders kritisch ist die Lage in den Provinzen Limpopo und Mpumalanga. Präsident Cyril Ramaphosa erklärte nach einem Besuch der betroffenen Gebiete, dass innerhalb von weniger als einer Woche rund 400 Millimeter Niederschlag gefallen seien.

Zur Rettung eingeschlossener Menschen, die auf Hausdächern oder in Bäumen ausharrten, wurden Militärhubschrauber eingesetzt. Die Armee evakuierte zudem Grenzbeamte aus einem überfluteten Grenzposten an der Grenze zu Simbabwe.

Aus Sicherheitsgründen wurde der berühmte Kruger-Nationalpark vorübergehend geschlossen. Einsatzkräfte brachten rund 600 Touristen und Mitarbeiter in höher gelegene, sichere Regionen. Mehrere Teile des Schutzgebiets sind derzeit vollständig von der Außenwelt abgeschnitten.

Meteorologen führen die extremen Regenfälle auf das Klimaphänomen La Niña zurück. Für die nördlichen Regionen Südafrikas wurde die höchste Warnstufe – Rot – ausgerufen. Experten warnen, dass weitere Niederschläge die Lage in den kommenden Tagen zusätzlich verschärfen könnten.

Von admin

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