Einladung Putins in den Friedensrat

US-Präsident setzt auf Einfluss statt politischer Unbedenklichkeit

Der US-Präsident Donald Trump hat erklärt, warum er den russischen Präsidenten Wladimir Putin in den sogenannten „Friedensrat“ eingeladen hat. Trotz der Tatsache, dass Russland einen der blutigsten Kriege Europas seit Jahrzehnten ausgelöst hat, sieht Trump darin keinen Widerspruch. Entscheidend sei aus seiner Sicht der politische Einfluss der beteiligten Akteure.

Auf die Frage eines Journalisten, weshalb Putin Teil eines solchen Gremiums sein solle, antwortete Trump, der Friedensrat müsse alle relevanten Kräfte einbeziehen. Besonders wichtig seien jene Persönlichkeiten, die über erheblichen Einfluss verfügen und Entscheidungen tatsächlich umsetzen könnten.

„Wir brauchen alle. Ich habe einige umstrittene Leute dabei, aber das sind Menschen, die ihre Arbeit erledigen. Das sind Menschen mit enormem Einfluss“, erklärte der US-Präsident. Ein Gremium, das ausschließlich aus unproblematischen oder politisch schwachen Akteuren bestehe, hätte nach seiner Einschätzung keinerlei Wirkung.

Trump ergänzte, ein Rat, der nur aus „Kindern“ bestehe, könne keinen realen Einfluss auf globale Konflikte ausüben. Frieden lasse sich nur dann erreichen, wenn auch schwierige und kontroverse Akteure an den Gesprächen beteiligt seien.

Darüber hinaus machte Trump deutlich, dass der geplante Friedensrat Aufgaben übernehmen solle, die bislang der Vereinte Nationen hätten erfüllen müssen. Zwar wolle man weiterhin mit den Vereinten Nationen zusammenarbeiten, doch der neue Rat solle eine besondere Rolle spielen und effizienter handeln.

Mit diesen Aussagen unterstrich Trump erneut seinen unkonventionellen Ansatz in der internationalen Diplomatie. Die Ankündigung dürfte sowohl in den USA als auch international kontroverse Reaktionen auslösen, da sie grundlegende Fragen zur Legitimität und Rolle internationaler Friedensmechanismen aufwirft.

Von admin

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