Rekordkälte in den USA

Wintersturm „Fern“ bringt Schnee, Eis und Todesopfer – Millionen Menschen betroffen

Eine massive Kältewelle mit Schnee und Eis hat am Samstag große Teile der Vereinigte Staaten erfasst. Ausgelöst wurde das Extremwetter durch den Wintersturm „Fern“, der in 18 Bundesstaaten zur Ausrufung des Notstands führte. Wie die britische Zeitung The Guardian berichtet, kamen allein in New York City mindestens drei Menschen infolge der extremen Kälte ums Leben.

Der Sturm brachte Schneemengen, wie sie in vielen Regionen seit über 100 Jahren nicht mehr registriert wurden. Besonders betroffen sind die südlichen und südöstlichen Bundesstaaten, darunter Texas, Louisiana, Mississippi, Alabama, Georgia, South Carolina und North Carolina. Insgesamt sind nach Schätzungen mehr als 220 Millionen Menschen von den Auswirkungen des Sturms betroffen.

In New York warnten die Behörden vor einer weiteren Verschärfung der Lage. Bürgermeister Zohran Mamdani erklärte, man rechne mit 20 bis 23 Zentimetern Schnee, möglicherweise sogar mehr. Zudem werde der Schneefall von extrem niedrigen Temperaturen begleitet, die voraussichtlich die gesamte kommende Woche anhalten.

Die Auswirkungen auf den Verkehr sind erheblich. Landesweit wurden über 11.000 Flüge gestrichen, die für das Wochenende geplant waren. Fluggesellschaften riefen Reisende dazu auf, ihre Fahrten zu verschieben, da weitere Störungen im Luftverkehr erwartet werden. Auch der öffentliche Nahverkehr ist in mehreren Regionen eingeschränkt.

Die Zahl der Stromausfälle stieg landesweit auf rund 135.000 Haushalte. Besonders hart traf es die südlichen Bundesstaaten, die mit solchen Wetterextremen kaum Erfahrung haben. In Texas waren nahezu 60.000 Haushalte ohne Strom, größere Ausfälle wurden auch aus New Mexico und Louisiana gemeldet.

Zudem stellten mehrere Verkehrsbetriebe den Betrieb zeitweise ein. NJ Transit, das drittgrößte öffentliche Verkehrssystem der USA, setzte Bus- und Bahnverbindungen aus. In Austin wurde der öffentliche Nahverkehr bereits am Samstag vollständig eingestellt. Die Behörden mahnen weiterhin zur Vorsicht und rufen die Bevölkerung dazu auf, unnötige Wege zu vermeiden.

Von admin

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