Sabotage an Energieversorgung wird als Terrorismus untersucht
Nach dem Brandanschlag auf eine Energieanlage im Südwesten von Berlin haben die Berliner Behörden eine Belohnung von einer Million Euro für Hinweise auf die Täter ausgesetzt. Ziel ist es, die Verantwortlichen eines Angriffs zu identifizieren, der von den Sicherheitsbehörden als terroristischer Akt eingestuft wird.
Die Berliner Innensenatorin Iris Spranger bezeichnete die ausgesetzte Summe als einen beispiellosen Schritt. Eine derart hohe Belohnung sei notwendig, um entscheidende Hinweise aus der Bevölkerung zu erhalten und den schweren Angriff vollständig aufzuklären. Der Fall habe höchste Priorität für Polizei und Staatsschutz.
Durch den gezielten Sabotageakt an der Energieinfrastruktur waren zeitweise rund 45.000 Haushalte ohne Strom. Der Stromausfall betraf mehrere Stadtteile und sorgte nicht nur für erhebliche Einschränkungen im Alltag, sondern auch für große Besorgnis hinsichtlich der Sicherheit kritischer Infrastruktur in der deutschen Hauptstadt.
Die Ermittlungen konzentrieren sich auf den Verdacht, dass der Anschlag politisch oder ideologisch motiviert war. Deshalb wird der Fall nicht als gewöhnliche Sachbeschädigung, sondern ausdrücklich als Terrorismus behandelt. Neben der Polizei sind auch Spezialabteilungen des Verfassungsschutzes in die Untersuchungen eingebunden.
Mit der Millionensumme hoffen die Behörden, mögliche Mitwisser oder Augenzeugen zur Zusammenarbeit zu bewegen. Hinweise können anonym abgegeben werden. Die Berliner Landesregierung betont, dass der Schutz der Energieversorgung und die schnelle Aufklärung solcher Taten zentrale Elemente der inneren Sicherheit seien.