Diplomatischer Dialog soll Arktis-Krise entschärfen
Die Vereinigte Staaten, Dänemark und Grönland haben offizielle diplomatische Gespräche aufgenommen, um die Spannungen rund um die von US-Präsident Donald Trump geäußerten Forderungen bezüglich der arktischen Region zu entschärfen. Das berichtet Reuters am Donnerstag, 29. Januar.
Das dänische Außenministerium erklärte, Ziel des Dialogs sei es, Sicherheitsbedenken der USA in der Arktis zu erörtern, dabei jedoch die „roten Linien des Königreichs Dänemark“ zu respektieren. Kopenhagen betonte, dass die territoriale Integrität und die Selbstbestimmung Grönlands nicht zur Disposition stünden.
Die Gespräche folgen auf mehrere Monate diplomatischer Spannungen zwischen Washington und Kopenhagen. Beide Länder zählen zu den Gründungsmitgliedern der NATO, was die Bedeutung des Konflikts zusätzlich unterstreicht. Beobachter sehen darin einen Belastungstest für die transatlantischen Beziehungen.
Bereits zuvor hatte der US-Außenminister Marco Rubio erklärt, dass die Vereinigten Staaten Konsultationen zu Grönland führen. Er kündigte an, dass es technische Treffen mit Vertretern aus Grönland und Dänemark geben werde, um sicherheitspolitische Fragen und mögliche Kooperationsformen zu klären.
Die Arktis gewinnt strategisch zunehmend an Bedeutung – sowohl wegen neuer Schifffahrtsrouten als auch aufgrund rohstoffpolitischer und militärischer Interessen. Vor diesem Hintergrund versuchen die drei Seiten nun, den Konflikt diplomatisch zu entschärfen, bevor er sich weiter zuspitzt.