Wohnungs- und Staatsbau sollen nach langer Flaute wieder wachsen
In Deutschland rechnen Ökonomen ab 2026 mit einer spürbaren Belebung der Bauwirtschaft. Das DIW Berlin prognostiziert nach einer längeren Schwächephase ein Wachstum sowohl im Wohnungsbau als auch im öffentlichen Bau. Treiber dieser Entwicklung seien eine nachlassende Inflation, verbesserte Finanzierungsbedingungen sowie steigende Investitionen in Infrastruktur- und Klimaprojekte.
Nach Einschätzung des Instituts dürften sinkende Zinsen und stabilere Baukosten die Nachfrage nach Bauleistungen wieder ankurbeln. Insbesondere staatliche Investitionsprogramme könnten dem Sektor zusätzliche Impulse geben und private Investitionen nachziehen.
In den vergangenen Jahren blieb der Wohnungsbau deutlich hinter den politischen Zielvorgaben zurück. Die Bundesregierung hatte 400.000 neue Wohnungen pro Jahr angestrebt, dieses Ziel wurde jedoch klar verfehlt. Das DIW Berlin sieht nun die Chance, dass sich die Bautätigkeit ab 2026 schrittweise erholt und der Rückstand zumindest teilweise aufgeholt werden kann.