Dienstleistungen treiben Verbraucherpreise über das EZB-Ziel hinaus
Die Inflation in Deutschland ist im Januar auf 2,1 Prozent gestiegen und lag damit über den Erwartungen der Ökonomen. Wie das Statistisches Bundesamt mitteilte, beschleunigte sich der Preisanstieg gegenüber dem Vormonat Dezember spürbar.
Treiber der Entwicklung waren vor allem teurer gewordene Dienstleistungen, während sich der Preisauftrieb bei Waren weniger dynamisch zeigte. Mit dem aktuellen Wert liegt die Inflationsrate erneut über dem Zielwert der Europäische Zentralbank (EZB) von 2,0 Prozent, was die geldpolitische Debatte weiter anheizen dürfte.
Volkswirte sehen darin ein Signal, dass der Inflationsdruck im Dienstleistungssektor hartnäckig bleibt. Dies könnte die Erwartungen an den künftigen Zinspfad in der Eurozone beeinflussen und die Spielräume für schnelle geldpolitische Lockerungen begrenzen.