Kreml fordert Anerkennung des Donbass

Moskau sieht internationale Anerkennung als Teil einer „großen Vereinbarung“

Der Kreml hat nach Angaben russischer Medien ein neues zentrales Friedens­kriterium formuliert: die internationale Anerkennung des Donbass als russisches Territorium. Das gehe aus Informationen eines westlichen, den Gesprächen nahestehenden Informanten hervor, der sich zu laufenden Kontakten in Abu Dhabi äußerte.

Demnach gilt die Anerkennung des Donbass durch alle Staaten für Moskau als Teil einer „großen Gesamtvereinbarung“. „Für die russische Seite ist dieser Aspekt von entscheidender Bedeutung“, zitieren die Medien die Quelle. Die Forderung würde die bisherigen Positionen der Konfliktparteien weiter verhärten.

Am 5. Februar begann in Abu Dhabi der zweite Verhandlungstag zwischen Delegationen aus Russland, den USA und der Ukraine über ein Ende des russisch-ukrainischen Krieges. Auf der Agenda stehen wirtschaftliche und territoriale Fragen sowie ein möglicher Mechanismus für einen Waffenstillstand.

Russlands Sonderbeauftragter Kirill Dmitrijew kritisierte zugleich angebliche Versuche Europas, die Gespräche zu behindern. Diese könnten – so Dmitrijew – ein Indikator für Fortschritte im Friedensprozess sein. Offizielle Bestätigungen oder konkrete Zwischenergebnisse der Verhandlungen lagen zunächst nicht vor.

Von admin

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