KI-Boom und neue Nvidia-Plattformen verschärfen die globale Knappheit
Der weltweite Mangel an Speicherchips wird sich nach Einschätzung von Intel noch mindestens bis 2028 hinziehen. Das erklärte Intel-CEO Lip-Bu Tan auf einer Konferenz von Cisco Systems, wie Bloomberg berichtet.
Tan zufolge gibt es keine kurzfristige Entspannung am Markt. Gespräche mit Vertretern zweier zentraler Speicherhersteller hätten ergeben, dass vor 2028 nicht mit einer spürbaren Verbesserung der Lage zu rechnen sei. „Nach allem, was ich höre, wird es keine Erleichterung geben“, sagte der Intel-Chef.
Als Haupttreiber der Knappheit nannte Tan den rasanten Ausbau der Infrastruktur für Künstliche Intelligenz. Der Bau neuer Rechenzentren und die Entwicklung leistungsfähiger KI-Systeme hätten die Nachfrage nach Speicherchips massiv erhöht. Dadurch stünden weniger Kapazitäten für klassische PCs und Smartphones zur Verfügung, was Lieferengpässe und steigende Preise nach sich ziehe und die Kaufbereitschaft der Verbraucher dämpfen könne.
Zusätzlichen Druck auf den Markt übt laut Tan der KI-Boom rund um Nvidia aus. Neue Plattformen des Konzerns – darunter die kommende Rubin-Architektur und nachfolgende Produktgenerationen – dürften den Speicherbedarf weiter anheizen und die Angebotslage zusätzlich verschärfen.