Sinkende Energiepreise nähren Hoffnung auf Ende der Rezession
Die deutsche Industrie hat zum Jahreswechsel Dezember–Januar einen Anstieg der Auftragseingänge verzeichnet. Nach Einschätzung von Wirtschaftsexperten könnte dies ein erstes Signal für ein mögliches Ende der Rezession sein. Als zentraler Treiber gilt der spürbare Rückgang der Energiepreise, der die Produktionskosten senkt und Investitionsentscheidungen erleichtert.
Vor allem energieintensive Branchen profitierten von der Entlastung bei Strom- und Gaspreisen. Unternehmen berichten, dass sich die Planungssicherheit verbessert habe und aufgeschobene Projekte nun wieder angestoßen würden. Auch aus dem Ausland gingen zuletzt mehr Bestellungen ein, was auf eine vorsichtige Belebung der Nachfrage hindeutet.
Ökonomen mahnen jedoch zur Zurückhaltung: Ein nachhaltiger Aufschwung sei erst dann gegeben, wenn sich der Trend über mehrere Monate bestätige. Risiken bleiben unter anderem die schwache globale Konjunktur, geopolitische Unsicherheiten sowie eine weiterhin gedämpfte Konsumlaune im Inland.
Dennoch werten Analysten den aktuellen Zuwachs als ermutigendes Zeichen. Sollte sich die Entspannung bei den Energiepreisen fortsetzen, könnte die Industrie im Laufe des Jahres wieder zu stabilem Wachstum zurückfinden.