Speichermangel und Fokus auf KI bremsen den Consumer-GPU-Markt
Der US-Chiphersteller Nvidia wird im laufenden Jahr keine neuen Gaming-Grafikkarten für den Massenmarkt auf den Markt bringen. Grund dafür ist der anhaltende weltweite Mangel an DRAM-Speicher, der inzwischen große Teile der PC-Industrie belastet. Das berichtet das Branchenmedium The Information unter Berufung auf interne Quellen.
Ursprünglich plante Nvidia, die RTX-50-SUPER-Serie bereits im Januar auf der CES 2026 vorzustellen. Wegen der angespannten Versorgungslage bei Arbeitsspeicher wurde der Zeitplan jedoch mehrfach angepasst. Zunächst galt ein Marktstart im dritten Quartal 2026 als wahrscheinlich, inzwischen heißt es jedoch, dass der Launch vollständig gestrichen werden könnte. Parallel dazu soll Nvidia sogar die Produktion bestehender RTX-50-Modelle zurückfahren.
Auch das nächste Grafikgeneration RTX 60 mit dem Codenamen Rubin steht unter Druck. Deren Einführung war ursprünglich für Ende 2027 vorgesehen, doch die anhaltenden Probleme in der Speicherlieferkette könnten auch diesen Zeitrahmen deutlich nach hinten verschieben.
Analysten sehen die Hauptursache in einer strategischen Prioritätenverschiebung. Sowohl Nvidia als auch AMD lenken zunehmend Ressourcen in den hochprofitablen KI-Sektor. Rechenzentren, KI-Beschleuniger und Infrastruktur für künstliche Intelligenz versprechen derzeit deutlich höhere Margen als klassische Gaming-GPUs. Der Verbrauchermarkt rückt damit vorübergehend in den Hintergrund.