Kaffee-Futures erreichen niedrigsten Stand seit fünf Monaten
Die Preise für Arabica-Kaffee sind an der Börse gesunken, da der Markt mit einer Rekordernte in Brasilien rechnet – dem weltweit größten Kaffeeproduzenten. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.
Die Arabica-Futures in New York verbilligten sich zum Handelsschluss um 0,2 Prozent auf 3,0785 US-Dollar pro Pfund. Damit erreichten sie den niedrigsten Stand seit fünf Monaten. Händler führen den Preisrückgang vor allem auf die verbesserten Angebotsaussichten für die kommende Erntesaison zurück.
Nach einer Prognose des Analyseunternehmens EISA könnte die brasilianische Kaffeeernte, deren Einbringung in wenigen Monaten beginnt, ein Rekordvolumen von 75,8 Millionen Säcken erreichen. Ein Sack entspricht dabei 60 Kilogramm.
Laut EISA entfallen 48 Millionen Säcke auf Arabica-Kaffee, während die Produktion von Robusta auf 27,8 Millionen Säcke geschätzt wird. Sollte sich diese Prognose bestätigen, würde das globale Angebot deutlich steigen und weiteren Druck auf die Preise ausüben.
Marktbeobachter weisen jedoch darauf hin, dass Wetterbedingungen und logistische Faktoren den Ernteverlauf noch beeinflussen könnten. Kurzfristig dominiert jedoch die Erwartung eines sehr starken brasilianischen Angebots, was die Stimmung am Kaffeemarkt klar belastet.