Laut einer aktuellen Erhebung wächst in Deutschland die Unterstützung für militärische und finanzielle Hilfe an Kiew, während die Angst vor einer Ausweitung des Krieges abnimmt.
In Deutschland steigt die Bereitschaft, die Ukraine im Abwehrkampf gegen Russland stärker zu unterstützen. Gleichzeitig nimmt die Sorge vor einem direkten Angriff Russlands auf NATO-Staaten leicht ab. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa im Auftrag der Bild hervor.
Demnach sprechen sich 52 Prozent der Befragten dafür aus, dass der Westen der Ukraine zusätzliche militärische und finanzielle Hilfe leisten sollte, falls Russland einen Waffenstillstand sowie ernsthafte Friedensverhandlungen ablehnt. Besonders deutlich ist die Unterstützung für ein kombiniertes Hilfspaket: Rund 28 Prozent der Teilnehmer plädieren ausdrücklich für sowohl militärische als auch finanzielle Unterstützung.
Weitere 12 Prozent der Befragten befürworten ausschließlich finanzielle Hilfe, während ebenso viele lediglich Waffenlieferungen unterstützen. Demgegenüber lehnen 35 Prozent der Deutschen zusätzliche Unterstützung für die Ukraine grundsätzlich ab.
Trotz der wachsenden Zustimmung zur Hilfe bleibt die Angst vor einer Eskalation des Krieges in Europa präsent. Laut Umfrage befürchten 54 Prozent der Deutschen, dass Russland nach der Ukraine auch ein Land der NATO angreifen könnte. Als mögliche Ziele werden dabei unter anderem Polen oder Litauen genannt.
Allerdings ist diese Sorge im Vergleich zum Herbst 2025 spürbar gesunken: Im September 2025 lag der entsprechende Wert noch um acht Prozentpunkte höher. Aktuell geben 34 Prozent der Befragten an, keinerlei Angst vor einem großflächigen Krieg in Europa zu haben.
Die Ergebnisse der Umfrage deuten darauf hin, dass sich die öffentliche Meinung in Deutschland zunehmend differenziert entwickelt: Einerseits wächst die Unterstützung für die Ukraine, andererseits nimmt die unmittelbare Angst vor einer Ausweitung des Konflikts auf andere europäische Staaten langsam ab.