Die Liberaldemokratische Partei gewinnt bei den vorgezogenen Parlamentswahlen eine Rekordmehrheit und sichert der Regierung weitreichende Handlungsspielräume.
Bei den vorgezogenen Parlamentswahlen in Japan hat die regierende Liberaldemokratische Partei Japans (LDP) unter Führung von Premierministerin Sanae Takaichi einen historischen Erfolg erzielt. Die Abstimmung fand am 8. Februar 2026 statt, wie die Zeitung The Japan News berichtet.
Nach Angaben des Blattes errang die LDP 316 Sitze im Unterhaus des japanischen Parlaments und übertraf damit ihren bisherigen Rekord aus dem Jahr 1986 deutlich. Gemeinsam mit ihrem Koalitionspartner, der Innovationspartei Japans, kontrolliert das Regierungsbündnis nun 347 der insgesamt 465 Mandate. Damit verfügt die Koalition über eine verfassungsändernde Mehrheit.
Dieses Wahlergebnis verschafft der Regierung von Sanae Takaichi erheblichen politischen Spielraum. Gesetzesinitiativen können künftig ohne ernsthafte Blockadegefahr im Oberhaus des Parlaments vorangetrieben werden. Beobachter werten dies als klare Stärkung der Exekutive und als Signal politischer Stabilität in einer Phase globaler Unsicherheiten.
Zugleich gilt der Wahlsieg als deutliche Bestätigung des politischen Kurses der Premierministerin. Insbesondere ihre Maßnahmen zur Stärkung des Verteidigungssektors sowie geplante wirtschaftliche Reformen fanden offenbar breite Unterstützung in der Bevölkerung. Vor den Neuwahlen hatte die LDP lediglich 198 Sitze inne, weshalb der massive Zugewinn von Experten als Wiederherstellung des Vertrauens der Wähler nach früheren Rückschlägen interpretiert wird.
Der Ausgang der Wahl könnte die politische Landschaft Japans nachhaltig prägen und der Regierung ermöglichen, zentrale Reformprojekte zügig umzusetzen.