Die verurteilte Vertraute von Jeffrey Epstein lehnt eine Anhörung ab – ihre Anwälte setzen offenbar auf eine mögliche Begnadigung durch Donald Trump.
Die in den USA verurteilte Ghislaine Maxwell hat eine Aussage vor dem US-Kongress im Zusammenhang mit dem Fall Jeffrey Epstein abgelehnt. Medienberichten zufolge wollen ihre Verteidiger verhindern, dass Maxwell unter Eid zu den Vorwürfen und möglichen weiteren Beteiligten Stellung nimmt.
Maxwell war im Zusammenhang mit Epsteins Netzwerk wegen Beihilfe zu schweren Sexualdelikten verurteilt worden. Der Fall sorgte weltweit für Aufsehen, da Epstein über Jahre hinweg enge Kontakte zu Politik, Wirtschaft und Prominenz gepflegt hatte.
Nach Informationen aus juristischen Kreisen hoffen Maxwells Anwälte offenbar auf eine mögliche Begnadigung durch den früheren US-Präsidenten Donald Trump. Eine solche Option steht grundsätzlich im Rahmen der präsidentiellen Begnadigungsbefugnisse, ist jedoch politisch hoch umstritten.
Die Weigerung, vor dem Kongress auszusagen, könnte juristische Konsequenzen nach sich ziehen, etwa in Form von Missachtungsverfahren. Gleichzeitig bleibt offen, ob und in welchem Umfang weitere Anhörungen oder Ermittlungen im Epstein-Komplex folgen werden.
Der Fall Epstein zählt weiterhin zu den sensibelsten Justiz- und Politaffären der vergangenen Jahre in den Vereinigten Staaten und wirft Fragen zur Verantwortung und Transparenz im Umgang mit einflussreichen Netzwerken auf.