Deutschland plant Import von grünem Wasserstoff aus Saudi-Arabien

Berlin und Riad vereinbaren Ausbau der Energiepartnerschaft – Rostock soll zentrale Rolle beim Import spielen.

Deutschland und Saudi-Arabien wollen ihre energiepolitische Zusammenarbeit deutlich vertiefen. Beide Staaten unterzeichneten ein Memorandum zur Lieferung von grünem Wasserstoff, der mithilfe von Wind- und Solarenergie in der Wüste produziert werden soll.

Ziel der Vereinbarung ist es, langfristig klimafreundliche Energiequellen für den deutschen Markt zu sichern und die Transformation hin zu einer CO₂-armen Industrie zu beschleunigen. Die deutsche Wirtschaftsministerin Katherina Reiche erklärte, das Abkommen umfasse nicht nur den Energiesektor, sondern auch Kooperationen in den Bereichen Künstliche Intelligenz, industrielle Produktion und technologische Innovationen.

Ein strategischer Knotenpunkt für die künftigen Lieferungen soll der Hafen Rostock werden. Der Ostseehafen könnte sich damit zu einem zentralen Umschlagplatz für importierten grünen Wasserstoff entwickeln und eine Schlüsselrolle in der deutschen Wasserstoff-Infrastruktur übernehmen.

Grüner Wasserstoff gilt als entscheidender Baustein für die Energiewende, da er emissionsfrei erzeugt wird und insbesondere in der Schwerindustrie sowie im Verkehrssektor fossile Brennstoffe ersetzen kann. Die Kooperation mit Saudi-Arabien eröffnet Deutschland Zugang zu Standorten mit optimalen klimatischen Bedingungen für großflächige Solar- und Windenergieprojekte.

Mit dem Schritt will Deutschland seine Energieversorgung diversifizieren, die Abhängigkeit von fossilen Importen weiter reduzieren und gleichzeitig neue wirtschaftliche Impulse im Bereich nachhaltiger Technologien setzen.

Von admin

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