Netflix & Co. sollen mindestens 8 Prozent ihres Jahresumsatzes in deutsche Filmproduktionen investieren.
Die Bundesregierung hat sich gemeinsam mit den Parteien CDU/CSU und SPD auf eine neue gesetzliche Regelung verständigt, die Streamingplattformen zu Investitionen in die deutsche Filmbranche verpflichtet. Betroffen sind unter anderem Anbieter wie Netflix.
Künftig sollen Streamingdienste mindestens acht Prozent ihres jährlichen Nettoumsatzes in Deutschland in die Produktion deutscher Filme investieren. Ziel der Maßnahme ist es, die nationale Film- und Serienproduktion nachhaltig zu stärken und internationale Plattformen stärker in die Finanzierung lokaler Inhalte einzubinden.
Parallel dazu wird das staatliche Förderbudget für Filmproduktionen deutlich erhöht. Die öffentliche Unterstützung soll künftig bis zu 250 Millionen Euro pro Jahr betragen. Damit reagiert die Politik auf den wachsenden Wettbewerbsdruck im globalen Streamingmarkt und die steigenden Produktionskosten.
Besonders investitionsstarke Plattformen erhalten zusätzliche Anreize: Unternehmen, die mehr als zwölf Prozent ihres Umsatzes in deutsche Produktionen investieren, können individuelle Vereinbarungen mit Produzenten abschließen. Diese Regelung soll flexible Kooperationsmodelle ermöglichen und gleichzeitig die Kreativwirtschaft fördern.
Mit der geplanten Investitionspflicht positioniert sich Deutschland im europäischen Trend, internationale Streaminganbieter stärker in die Finanzierung nationaler Kulturproduktionen einzubinden. Die Maßnahme dürfte die Debatte über Regulierung, kulturelle Vielfalt und Wettbewerbsbedingungen im digitalen Medienmarkt weiter anheizen.