Ein Bericht der MSC bezeichnet den US-Präsidenten als „Störer der Weltordnung“ und befeuert die Diskussion über strategische Autonomie der EU.
Auf der Münchner Sicherheitskonferenz diskutieren europäische Spitzenpolitiker die geopolitischen Folgen der Politik von Donald Trump. Im aktuellen Bericht der Konferenz wird der US-Präsident als „Zerstörer“ beziehungsweise „Störer“ der bestehenden Weltordnung bezeichnet – eine Formulierung, die für intensive Debatten sorgt.
Der Report der MSC analysiert die wachsenden Spannungen im transatlantischen Verhältnis sowie die Unsicherheiten für Europas Sicherheitsarchitektur. Vor dem Hintergrund veränderter US-Prioritäten rückt die Frage in den Mittelpunkt, wie unabhängig die Europäische Union militärisch agieren kann und sollte.
Zentrale Themen sind der Ausbau gemeinsamer Verteidigungsstrukturen, höhere Rüstungsausgaben und eine stärkere Koordinierung innerhalb Europas. Mehrere Teilnehmer betonten, dass Europa langfristig mehr Verantwortung für die eigene Sicherheit übernehmen müsse, insbesondere falls die USA ihre sicherheitspolitische Rolle in Europa weiter reduzieren sollten.
Die Diskussion um eine mögliche militärische Autonomie der EU gewinnt damit erneut an Dynamik. Befürworter sehen darin einen notwendigen Schritt zur strategischen Selbstständigkeit, während Kritiker vor einer Schwächung der transatlantischen Partnerschaft warnen.
Die Münchner Sicherheitskonferenz 2026 verdeutlicht damit einmal mehr die wachsenden sicherheitspolitischen Herausforderungen für Europa in einer zunehmend multipolaren Weltordnung.