Das Projekt „Name Tag“ soll es ermöglichen, Personen in der Umgebung automatisch zu identifizieren – Datenschutzbedenken bleiben jedoch bestehen.
Der US-Technologiekonzern Meta prüft die Einführung einer Gesichtserkennungsfunktion für seine Smart Glasses. Das interne Projekt trägt den Namen „Name Tag“ und könnte laut einem Bericht von TechCrunch noch in diesem Jahr vorgestellt werden.
Die geplante Funktion soll es Nutzern ermöglichen, Personen in ihrer Umgebung zu identifizieren und mithilfe eines KI-Assistenten zusätzliche Informationen zu erhalten. Damit würde Meta einen weiteren Schritt in Richtung erweiterter Realität (Augmented Reality) und personalisierter Echtzeit-Informationen gehen.
Nach internen Dokumenten hatte das Unternehmen zunächst erwogen, „Name Tag“ im Rahmen einer Veranstaltung für Menschen mit Sehbehinderungen zu präsentieren. Später sollte die Technologie breiter ausgerollt werden. Diese Pläne wurden jedoch offenbar verworfen.
Ob die Gesichtserkennung tatsächlich eingeführt wird, ist noch offen. Innerhalb des Unternehmens bestehen laut Berichten Diskussionen über mögliche Risiken für Datenschutz und Privatsphäre. Gesichtserkennungstechnologien gelten weltweit als besonders sensibel, da sie tief in Persönlichkeitsrechte eingreifen können.
In internen Unterlagen wird zudem angedeutet, dass das aktuelle politische Umfeld in den USA als vergleichsweise günstig für die Einführung einer solchen Technologie eingeschätzt werde. Demnach seien viele potenzielle Kritiker derzeit mit anderen gesellschaftlichen Themen beschäftigt.
Sollte Meta die Funktion realisieren, könnte dies eine neue Debatte über digitale Überwachung, KI-Regulierung und den Schutz persönlicher Daten auslösen – insbesondere im Hinblick auf die zunehmende Verbreitung tragbarer Technologien.