Gemeinsames Projekt mit Critical Metals Corp soll Europas Abhängigkeit von China verringern.
Rumänien und die Vereinigten Staaten intensivieren ihre strategische Rohstoffkooperation. In Brașov soll ein Werk zur Verarbeitung seltener Erden entstehen. Ein entsprechendes Abkommen wurde zwischen der rumänischen Regierung und dem US-Unternehmen Critical Metals Corp unterzeichnet, wie das Portal NewsMaker berichtet.
Nach Angaben des rumänischen Energieministers Bogdan Ivan wird die Anlage Konzentrate verarbeiten, die das US-Unternehmen in Tanbreez in Grönland abbaut. Das Projekt deckt damit die gesamte Wertschöpfungskette ab – von der Rohstoffgewinnung über die Raffination bis hin zur industriellen Nutzung in Europa und den USA.
Die Finanzierung des Werks soll auf paritätischer Basis erfolgen, jeweils zu 50 Prozent durch amerikanische und rumänische Partner. Bis Mitte April wollen die rumänischen Behörden Details zur Finanzierung und zur Liste der konkret zu verarbeitenden Metalle festlegen.
Seltene Erden sind essenziell für Hochtechnologien wie Elektromobilität, Windkraftanlagen, Halbleiter und Rüstungsgüter. Derzeit dominiert China die globale Verarbeitung dieser strategischen Rohstoffe. Mit dem neuen Werk will Rumänien zu einem wichtigen Akteur im internationalen Markt aufsteigen und die Abhängigkeit Europas und der USA von chinesischen Lieferketten reduzieren.
Das Vorhaben passt zu den Plänen der Europäische Union, die Versorgungssicherheit bei kritischen Rohstoffen zu stärken und eigene industrielle Kapazitäten auszubauen.