Ermittlungen wegen mutmaßlichen Amtsmissbrauchs dauern an – Durchsuchungen in Norfolk und Windsor.
Der frühere britische Prinz Prinz Andrew, Bruder von König Charles III., ist nach rund zwölf Stunden polizeilicher Befragung vorläufig aus dem Gewahrsam entlassen worden. Darüber berichtete der US-Sender CNN am 19. Februar.
Nach Angaben der Ermittler war ein Mann über 60 Jahre aus der Grafschaft Norfolk im Zusammenhang mit dem Verdacht auf Amtsmissbrauch festgenommen worden. Die Polizei bestätigte die Festnahme offiziell und erklärte, die Untersuchungen zu möglichem Fehlverhalten im öffentlichen Amt dauerten an.
Die Thames Valley Police teilte mit, dass im Rahmen des Verfahrens mehrere Objekte durchsucht wurden. Dazu zählten unter anderem Wood Farm auf dem Anwesen Sandringham sowie die frühere Residenz Royal Lodge in Windsor. Die Maßnahmen in Norfolk seien inzwischen abgeschlossen, hieß es.
Prinz Andrew weist sämtliche gegen ihn erhobenen Vorwürfe entschieden zurück. Trotz der Schwere der Anschuldigungen äußerte er sich bislang nicht detailliert zum laufenden Verfahren. Beobachter gehen davon aus, dass die Ermittlungen noch einige Zeit in Anspruch nehmen könnten.
Der Fall sorgt erneut für öffentliche Aufmerksamkeit rund um das britische Königshaus und wirft Fragen zur Transparenz und Verantwortung ehemaliger Amtsträger auf.