Unruhen nach mutmaßlicher Tötung von „El Mencho“

Gewaltwelle erschüttert mehrere Bundesstaaten nach mutmaßlicher Tötung des Kartellchefs

In Mexiko ist es nach Berichten über die Tötung eines der meistgesuchten Drogenbosse weltweit zu massiven Unruhen gekommen. Sicherheitskräfte sollen Nemesio Oseguera Cervantes, besser bekannt als „El Mencho“, ausgeschaltet haben. Er galt als Anführer des Jalisco New Generation Cartel (CJNG). Darüber berichtete unter anderem The Guardian unter Berufung auf mexikanische Medien.

Straßensperren, Brandanschläge und Chaos

Nach Bekanntwerden der Meldungen kam es in mindestens fünf Bundesstaaten zu schweren Ausschreitungen: Jalisco, Guanajuato, Nayarit, Michoacán und Tamaulipas.

Bewaffnete Gruppen blockierten Hauptverkehrsstraßen und setzten Fahrzeuge, Busse sowie Lastwagen in Brand. Berichten zufolge drangen bewaffnete Akteure sogar in regionale Flughäfen ein. Die Lage entwickelte sich innerhalb weniger Stunden zu einer landesweiten Sicherheitskrise.

Im beliebten Badeort Puerto Vallarta meldeten Augenzeugen dichte Rauchwolken über der Küstenregion. In Guadalajara, der Hauptstadt des Bundesstaates Jalisco, verließen zahlreiche Menschen aus Angst vor weiteren Angriffen panisch die Straßen.

Behörden rufen Bevölkerung zur Vorsicht auf

Der Gouverneur von Jalisco, Pablo Lemus, forderte die Bevölkerung auf, vorerst in ihren Häusern zu bleiben, bis sich die Lage stabilisiert habe. Der öffentliche Nahverkehr wurde teilweise eingestellt, Reisen innerhalb der Region werden derzeit nicht empfohlen.

Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum bestätigte den Tod von „El Mencho“ bislang nicht offiziell. Sie erklärte, Details würden nach einem Bericht des Nationalen Sicherheitsrates veröffentlicht.

Operation offenbar nahe Tapalpa

Nach vorläufigen Informationen soll die Sicherheitsoperation in der Nähe der Stadt Tapalpa stattgefunden haben, rund 130 Kilometer südlich von Guadalajara. Offizielle Angaben zu Ablauf und Hintergründen stehen jedoch noch aus.

Machtvakuum mit unkalkulierbaren Folgen

Analysten warnen, dass die mögliche Eliminierung des CJNG-Anführers ein gefährliches Machtvakuum hinterlassen könnte. Rivalisierende Gruppen könnten versuchen, Territorien neu aufzuteilen, was eine weitere Eskalation der Gewalt nach sich ziehen würde.

Die kommenden Tage gelten als entscheidend für die Stabilität in mehreren mexikanischen Regionen. Internationale Beobachter verfolgen die Entwicklung aufmerksam, da das CJNG zu den einflussreichsten und gewalttätigsten Kartellen des Landes zählt.

Von admin

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