Über 500 Notrufe innerhalb von 24 Stunden – Westpommern und Großpolen besonders betroffen
In Polen hat das plötzliche Tauwetter in den vergangenen 24 Stunden zu mehr als 500 Einsätzen der Feuerwehr geführt. Besonders stark betroffen sind die westlichen Regionen des Landes. Darüber berichtete der polnische Radiosender RMF24.
Westpommern im Ausnahmezustand
Die meisten Notrufe kamen aus der Woiwodschaft Westpommern. Allein in den Gebieten rund um Wałcz, Białogard und Drawsko Pomorskie rückten Einsatzkräfte innerhalb eines Tages mehr als 380 Mal aus.
Die Feuerwehr meldet vor allem überflutete Keller und Wohngebäude sowie durch Wasser und Schlamm unpassierbare Straßen. Das schnelle Abschmelzen von Schnee und Eis hat in zahlreichen Ortschaften zu lokalen Überschwemmungen geführt.
Probleme auch in Großpolen
Neben Westpommern verzeichnete auch die Woiwodschaft Großpolen eine erhöhte Zahl von Notfällen. Dort mussten Einsatzkräfte ebenfalls entwässern und Verkehrswege sichern.
Besonders kritisch ist die Lage weiterhin auf der Regionalstraße 147 nahe Radowo Małe. Dort dauern die Sicherungs- und Aufräumarbeiten bereits seit mehreren Stunden an.
Weitere Wetterentwicklung entscheidend
Behörden warnen, dass anhaltende Plusgrade die Situation weiter verschärfen könnten. Sollten zusätzliche Niederschläge einsetzen, drohen weitere Überflutungen. Die Einsatzkräfte bleiben in Alarmbereitschaft.
Das aktuelle Tauwetter zeigt erneut, wie empfindlich regionale Infrastrukturen auf rasche Temperaturwechsel reagieren – insbesondere in ländlichen Gebieten mit begrenzten Entwässerungssystemen.