USA ziehen Truppen von Basis in Syrien ab

Abzug aus Khasrak signalisiert möglichen Strategiewechsel im Anti-IS-Einsatz

Die Vereinigten Staaten haben mit dem Abzug ihrer Streitkräfte von der größten US-Militärbasis in Syrien begonnen. Wie Reuters unter Berufung auf informierte Quellen berichtet, verlassen US-Truppen derzeit den Stützpunkt Khasrak im Nordosten des Landes.

Militärkonvoi verlässt Basis nahe Qamischli

Am Morgen des 23. Februar verließen Dutzende Lastwagen das Gelände, darunter Fahrzeuge mit gepanzerter Militärtechnik. Videoaufnahmen von Reuters zeigen einen Konvoi auf einer Schnellstraße am Stadtrand von Qamischli.

Die Basis Khasrak galt über mehr als ein Jahrzehnt als zentraler Knotenpunkt der internationalen Koalition unter Führung der USA im Kampf gegen den sogenannten „Islamischen Staat“.

Koalition weiterhin in Rmelan präsent

Trotz des Rückzugs aus Khasrak bleibt die von den USA geführte Koalition weiterhin in Syrien aktiv. Ein weiterer wichtiger Stützpunkt befindet sich in Rmelan, unweit der irakischen Grenze.

Nach Angaben eines hochrangigen US-Vertreters erfolgt der Truppenabzug im Rahmen eines „schrittweisen Übergangs“. Der Prozess soll mehrere Wochen bis zu einem Monat dauern. Ob es sich um eine dauerhafte Reduzierung oder eine temporäre Maßnahme handelt, ist bislang unklar.

Weniger US-Präsenz – mehr Verantwortung für Damaskus?

Der US-Vertreter erklärte, dass eine umfangreiche militärische Präsenz nicht mehr erforderlich sei, da die syrische Regierung unter Präsident Ahmed al-Sharaa zunehmend selbst Verantwortung im Kampf gegen Terrorismus übernehmen könne.

Bereits in der vergangenen Woche hatte das The Wall Street Journal über mögliche Pläne berichtet, das gesamte US-Kontingent von rund 1.000 Soldaten aus Syrien abzuziehen.

Strategische Neuordnung im Nahen Osten?

Der Abzug aus der größten US-Basis in Syrien könnte auf eine strategische Neuausrichtung Washingtons im Nahen Osten hindeuten. Beobachter sehen darin sowohl ein Signal an regionale Akteure als auch eine Anpassung an veränderte Sicherheitsbedingungen vor Ort.

Ob der Schritt langfristige Auswirkungen auf die Stabilität in Nordostsyrien und den Kampf gegen verbliebene Extremistenzellen haben wird, bleibt abzuwarten.

Von admin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert