Analysten erwarten fallende Ölpreise

Die Ölpreise dürften im laufenden Jahr unter Druck geraten, da ein wachsendes Angebot zu einem Überhang auf dem Markt führt. Gleichzeitig bleiben geopolitische Risiken rund um Russland, Venezuela und Iran ein zentraler Faktor für erhöhte Volatilität. Das berichtet Reuters unter Berufung auf eine aktuelle Prognose von Goldman Sachs.

Nach Einschätzung der Analysten könnten die Preise für Brent und WTI im vierten Quartal ihren Tiefpunkt erreichen. Goldman Sachs rechnet dabei mit Niveaus von etwa 54 US-Dollar je Barrel für Brent und rund 50 US-Dollar für WTI, sofern die Lagerbestände in den OECD-Staaten weiter steigen.

„Der Anstieg der globalen Ölbestände und unsere Prognose eines Angebotsüberschusses von 2,3 Millionen Barrel pro Tag im Jahr 2026 deuten darauf hin, dass zur Rebalancierung des Marktes niedrigere Ölpreise erforderlich sein werden“, erklärten die Analysten der Investmentbank. Niedrigere Preise seien nötig, um das Angebotswachstum außerhalb der OPEC zu bremsen und zugleich eine stabile Nachfrageentwicklung zu unterstützen – sofern es nicht zu größeren Lieferausfällen oder zusätzlichen Förderkürzungen kommt.

Am Morgen notierten Brent-Futures bei etwa 63,50 US-Dollar pro Barrel, während WTI bei rund 59,77 US-Dollar gehandelt wurde. Im vergangenen Jahr verzeichneten beide Sorten mit einem Minus von nahezu 20 Prozent die schwächste Jahresperformance seit 2020.

Mittelfristig rechnen die Experten jedoch mit einer Erholung. Ab 2027 könnten die Preise wieder steigen, da sich das Angebotswachstum in Ländern außerhalb der OPEC verlangsamt und die globale Nachfrage weiter zunimmt. In diesem Szenario würde der Ölmarkt schrittweise wieder in ein Defizit zurückkehren.

Von admin

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