Die Deutschland hat die Rezession überwunden. Nach zwei Jahren wirtschaftlichen Abschwungs ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2025 erstmals wieder gewachsen. Wie das Statistisches Bundesamt mitteilte, legte die Wirtschaftsleistung um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Darüber berichtete die Zeitung Bild am Donnerstag, dem 15. Januar.
Zuvor war die deutsche Wirtschaft zwei Jahre in Folge geschrumpft: 2024 ging das BIP um 0,5 Prozent zurück, 2023 sogar um 0,9 Prozent. Trotz des aktuellen Wachstums bleibt die Lage angespannt. Das wirtschaftliche Gesamtniveau liegt weiterhin in etwa auf dem Stand von 2019.
Belastend wirken nach wie vor hohe Energiepreise, die Folgen des Krieges in der Ukraine sowie der tiefgreifende strukturelle Umbau der Industrie, der insbesondere industrielle Kernregionen trifft. Viele Unternehmen zögern weiterhin mit Investitionen, während die internationale Wettbewerbsfähigkeit unter Druck steht.
Ökonomen sehen den aktuellen Aufschwung daher eher als symbolisches Signal denn als nachhaltige Erholung. Für die kommenden Jahre erwarten Experten jedoch eine allmähliche Belebung. Im Jahr 2026 könnte das Wirtschaftswachstum auf rund ein Prozent steigen. Eine vollständige wirtschaftliche Erholung wird allerdings frühestens für 2027 prognostiziert.
Eine zentrale Rolle sollen dabei staatliche Investitionen spielen – insbesondere in Infrastruktur, Energieversorgung und Verteidigung, die als wichtige Impulse für Beschäftigung, Produktivität und langfristiges Wachstum gelten.