Russland Atomwaffen Drohung

Sergej Karaganow warnt vor nuklearer Eskalation bei drohender Niederlage Russlands in der Ukraine

Der kremlnahe Politikwissenschaftler Sergej Karaganow, ehemaliger Berater der russischen Präsidenten Wladimir Putin und Boris Jelzin, hat erklärt, dass Russland im Falle einer drohenden Niederlage im Krieg gegen die Ukraine den Einsatz von Atomwaffen gegen Europa in Erwägung ziehen könnte. Diese Aussagen machte Karaganow in einem Interview mit Tucker Carlson, über das das ukrainische Medium Hlavkom berichtete.

Nach Karaganows Darstellung würde bereits eine Annäherung an eine militärische Niederlage Russlands zwangsläufig zur nuklearen Eskalation führen. Ein solcher Schritt hätte nach seinen Worten die „physische Zerstörung Europas“ zur Folge. Die Vorstellung, dass Russland den Krieg verlieren könne, bezeichnete er als eine „fantastische Illusion“.

Karaganow ist Vorsitzender des Rat für Außen- und Verteidigungspolitik Russlands, eines einflussreichen sicherheitspolitischen Gremiums in Moskau. In diesem Zusammenhang warf er europäischen Staats- und Regierungschefs eine „intellektuelle Unfähigkeit“ vor und erklärte, Europa habe seine Rolle als bedeutendes Zentrum globalen Einflusses verloren.

Zugleich kritisierte Karaganow die russische Führung für ihre aus seiner Sicht „übermäßige Geduld“ gegenüber Europa. Er warnte, dass eine fortgesetzte militärische und politische Unterstützung der Ukraine durch europäische Staaten ein „hartes Strafmaß“ nach sich ziehen könne – wenn auch, wie er formulierte, „in begrenztem Sinne“.

Internationale Beobachter werten Karaganows Aussagen als Teil einer gezielten Einschüchterungsrhetorik, die darauf abzielt, den politischen Rückhalt Europas für die Ukraine zu untergraben. Offizielle Stellungnahmen des Kremls zu dem Interview lagen zunächst nicht vor.

Von admin

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