EU beruft Krisengipfel

Sondertreffen der EU-Staats- und Regierungschefs wegen Grönland und US-Zöllen geplant

Die Europäische Union hat die Einberufung eines außerordentlichen Gipfeltreffens der Staats- und Regierungschefs angekündigt. Anlass sind jüngste Aussagen von US-Präsident Donald Trump, die in Europa scharfe Reaktionen ausgelöst haben – insbesondere im Zusammenhang mit der territorialen Integrität und den Handelsbeziehungen zwischen den transatlantischen Partnern. Darüber berichtete Politico am späten Sonntagabend.

Nach Angaben des Magazins soll das Treffen der 27 EU-Mitgliedstaaten bereits in den kommenden Tagen stattfinden. Die Vorbereitungen wurden nach einer außerordentlichen Sitzung der EU-Botschafter in Brüssel aufgenommen. Diskutiert wurden dabei sowohl Trumps Aussagen über einen möglichen Kauf von Grönland als auch die von Washington verhängten Handelszölle gegen europäische Länder, die sich diesen Plänen widersetzen.

Der Präsident des Europäischer Rat, António Costa, bestätigte den Krisengipfel. Er betonte die Bedeutung des Völkerrechts, den Respekt vor territorialer Souveränität sowie die Solidarität der EU mit Dänemark und Grönland. Zudem warnte Costa, dass neue US-Zölle den transatlantischen Beziehungen erheblich schaden und bestehenden Handelsabkommen widersprechen könnten.

Nach Informationen aus EU-Kreisen ist der Sondergipfel für den 22. Januar angesetzt und soll als Präsenztreffen mit allen Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten stattfinden. Ziel der Beratungen ist eine gemeinsame europäische Antwort auf den politischen und wirtschaftlichen Druck aus Washington.

Von admin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert