Europa senkt Importe russischen Öls

EU-Einkäufe fallen laut Eurostat im November 2025 auf Rekordtief

Die Europäische Union hat ihre Importe von russischem Rohöl im November 2025 drastisch reduziert. Nach aktuellen Daten von Eurostat beliefen sich die Ölkäufe auf nur noch 127,5 Millionen Euro – der niedrigste Monatswert seit Beginn der Datenerhebung im Jahr 1988.

Im Vergleich zum Vormonat verringerten europäische Unternehmen ihre Ölimporte aus Russland um das 2,5-Fache auf exakt 127,469 Millionen Euro. Ein derart geringer Wert wurde bislang in keinem Monat verzeichnet, seit Eurostat entsprechende Statistiken veröffentlicht.

Auch auf Jahressicht zeigt sich ein deutlicher Rückgang. In den Monaten Januar bis November 2025 beliefen sich die russischen Öllieferungen in die EU auf rund 3,8 Milliarden Euro. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres lag dieser Wert noch bei 5,8 Milliarden Euro. Damit sank der Umfang der Ölexporte nach Europa um rund ein Drittel beziehungsweise um den Faktor 1,5.

Besonders stark reduzierte Tschechien seine Importe. Die Einfuhren russischen Öls gingen dort im Zeitraum Januar bis November um 78 Prozent auf 288,3 Millionen Euro zurück. Vollständig auf russisches Rohöl verzichteten hingegen Deutschland und die Niederlande. Beide Länder hatten im gleichen Zeitraum des Jahres 2024 noch Öl aus Russland im Wert von 6,9 Millionen beziehungsweise 580,8 Millionen Euro bezogen.

Eine Ausnahme bildet Slowakei. Sie war das einzige EU-Mitgliedsland, das seine Importe aus Russland ausweitete. Zwischen Januar und November 2025 stiegen die slowakischen Ölkäufe um 6,7 Prozent auf rund 1,9 Milliarden Euro.

Die Zahlen verdeutlichen den anhaltenden strukturellen Rückgang der Energiebeziehungen zwischen der EU und Russland und unterstreichen die zunehmende Abkopplung Europas von russischen Rohstofflieferungen.

Von admin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert