Mercedes-Benz startet Produktion GLB in Ungarn

Konzern verlagert Fertigung nach Kecskemét, um Kosten zu senken und Wettbewerbsdruck abzufedern

Der Automobilkonzern Mercedes-Benz Group AG hat offiziell mit der Serienproduktion der vollelektrischen Version des kompakten SUV GLB in Ungarn begonnen. Gefertigt wird das Modell im Werk Kecskemét. Wie Bloomberg berichtet, ist dieser Schritt Teil einer umfassenderen Strategie zur Kostensenkung vor dem Hintergrund einer nachlassenden Nachfrage in China, zunehmender Konkurrenz durch lokale Hersteller und möglicher neuer US-Zölle.

Der elektrische Mercedes-Benz GLB, der in Europa zu einem Einstiegspreis von rund 59.000 Euro angeboten wird, wird künftig vollständig in Ungarn montiert. Zuvor war ein Teil der Produktion in Mexiko angesiedelt. Parallel dazu hatte Mercedes-Benz bereits Ende des vergangenen Jahres die Fertigung der B-Class im deutschen Werk Rastatt eingestellt.

Darüber hinaus plant der Konzern noch im laufenden Jahr, Teile der Produktion der C-Class nach Ungarn zu verlagern. Nach Angaben des Managements liegen die Produktionskosten in Ungarn bei weniger als der Hälfte des Niveaus in Deutschland. Dies mache den Standort Kecskemét besonders attraktiv in einem Umfeld zunehmenden Preisdrucks.

Der Leiter der Produktionssparte von Mercedes-Benz, Michael Schiebe, erklärte, dass die Batteriepacks für den elektrischen GLB direkt am Standort Kecskemét gefertigt werden. Durch die lokale Batterieproduktion könne der Konzern die Logistik vereinfachen, Transportkosten deutlich reduzieren und die Effizienz der Fertigungsabläufe steigern.

Mit der Ausweitung der Produktion in Ungarn unterstreicht Mercedes-Benz seine Strategie, die industrielle Struktur in Europa neu auszurichten und sich zugleich besser gegen globale Marktunsicherheiten abzusichern.

Von admin

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