Regelverstoß auf dem Schießstand kostet Fichtner und Pfund den Weltcupsieg
Die deutschen Biathleten Marlene Fichtner und Leonard Pfund haben ihren Sieg im Single-Mixed-Wettbewerb beim Biathlon-Weltcup in Tschechien wieder verloren. Das deutsche Duo wurde kurz nach dem Rennen disqualifiziert und musste die Goldmedaillen abgeben.
Der Wettbewerb war Teil der sechsten Weltcup-Station und endete zunächst mit einem Erfolg für das deutsche Team. Wenig später entschieden die Rennrichter jedoch auf Disqualifikation. Grund dafür war ein Regelverstoß im Zusammenhang mit der Sicherheit auf dem Schießstand. Nach Angaben der Jury hatte Marlene Fichtner an einem der Schießstände ihr Gewehr nicht regelkonform gehandhabt, was einen Verstoß gegen die Sicherheitsbestimmungen darstellt.
Infolge der Disqualifikation wurden die Goldmedaillen neu vergeben. Der Sieg ging an das finnische Duo Suvi Minkkinen und Tero Seppälä, das ursprünglich als Zweiter ins Ziel gekommen war. Damit wurden die Finnen nachträglich zu offiziellen Siegern der Single-Mixed-Staffel erklärt.
Der Vorfall sorgte für Aufsehen im Biathlon-Zirkus, da Sicherheitsverstöße auf dem Schießstand konsequent geahndet werden. Für das deutsche Team bedeutet die Entscheidung einen bitteren Rückschlag, während Finnland von der nachträglichen Wertung profitierte.