Edelmetalle erreichen Rekordstände wegen geopolitischer Unsicherheit
Die Goldpreise haben am 26. Januar ein neues Allzeithoch erreicht: Erstmals in der Geschichte kostete eine Feinunze mehr als 5.000 US-Dollar. Das zeigen die Handelsdaten der COMEX. Im frühen Handel stieg der Preis um 111,70 US-Dollar (+2,24 %) auf 5.091,40 US-Dollar, zwischenzeitlich wurde sogar ein Tageshoch von 5.107,90 US-Dollar verzeichnet.
Auch andere Edelmetalle folgten dem kräftigen Aufwärtstrend. Silber legte um 5,27 % auf 108,37 US-Dollar je Unze zu und markierte zuvor ein Rekordhoch bei 109,44 US-Dollar. Palladium verteuerte sich um 3,02 % auf 2.070,78 US-Dollar, während Platin um 3,88 % auf 2.874,48 US-Dollar stieg und im Verlauf der Sitzung ein neues Rekordniveau von 2.891,60 US-Dollar erreichte.
Wie Reuters berichtet, treiben Investoren die Preise der Edelmetalle angesichts wachsender geopolitischer Unsicherheit verstärkt nach oben. In Zeiten erhöhter Risiken fließt Kapital traditionell in sogenannte sichere Häfen, zu denen Gold und andere Edelmetalle zählen.
Auf Jahressicht zeigt sich die Dynamik besonders deutlich: 2025 verteuerte sich Gold um 64 %, seit Beginn des Jahres 2026 kamen weitere 18 % hinzu. Marktanalysten sehen als jüngsten Auslöser einen Vertrauensverlust in die US-Administration und amerikanische Vermögenswerte, der durch eine Reihe als chaotisch bewerteter Entscheidungen von Präsident Donald Trump verstärkt worden sei.
Der historische Preissprung unterstreicht die Bedeutung von Gold als Krisenabsicherung – und signalisiert zugleich eine anhaltend hohe Nervosität an den globalen Finanzmärkten.