Frankreich. Verbot sozialer Netzwerke für Kinder

Parlament will Jugendliche unter 15 Jahren besser schützen

Das Assemblée nationale hat einen Gesetzentwurf gebilligt, der die Nutzung sozialer Netzwerke für Kinder unter 15 Jahren untersagt. Wie die französische Tageszeitung Le Figaro berichtet, stimmten 130 Abgeordnete für die Initiative, 21 dagegen. Als nächster Schritt steht die Beratung im Senat (Frankreich) an.

Initiiert wurde das Vorhaben von der Abgeordneten Laura Miller. Ziel des Gesetzes ist der Schutz der psychischen Gesundheit Minderjähriger. Soziale Netzwerke beeinflussten Denken und Verhalten junger Menschen zunehmend, insbesondere in sensiblen Entwicklungsphasen, argumentiert die Initiatorin.

Neben dem Kernpunkt – dem Altersverbot für soziale Netzwerke – sieht der Entwurf auch ein Handyverbot an weiterführenden Schulen vor. Damit will der Gesetzgeber die Konzentration im Unterricht fördern und problematische Nutzungsmuster eindämmen.

Politische Rückendeckung erhält das Projekt vom Präsidenten Emmanuel Macron. Er hatte bereits im Juni 2025 angekündigt, soziale Medien für Jugendliche stärker zu regulieren und auf deren Risiken für die mentale Gesundheit hingewiesen. Ende 2025 bereitete die Regierung daraufhin den nun beschlossenen Gesetzentwurf vor.

Sollte das Gesetz auch den Senat passieren und in Kraft treten, könnte Frankreich zu den ersten Ländern weltweit zählen, die soziale Netzwerke für Minderjährige gesetzlich verbieten. Befürworter sehen darin einen Meilenstein im Jugendschutz, Kritiker warnen hingegen vor Umsetzungs- und Kontrollproblemen.

Von admin

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