Slowakischer Premier äußert Zweifel an psychischem Zustand des US-Präsidenten
Der slowakische Premierminister Robert Fico hat nach einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump gegenüber europäischen Staats- und Regierungschefs deutliche Bedenken geäußert. Wie Politico berichtet, sprach Fico am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos von einer Besorgnis über den psychischen Zustand des amerikanischen Präsidenten.
Fico schilderte dabei seinen Besuch im Trump-Anwesen Mar-a-Lago in Florida am 17. Januar. Während des informellen Treffens habe er das Verhalten Trumps als „gefährlich“ beschrieben und gegenüber EU-Vertretern angedeutet, der US-Präsident wirke „nicht bei sich“.
Nach Angaben mehrerer EU-Diplomaten soll Fico Trump in Gesprächen sogar mehrfach als „verrückt“ bezeichnet haben. Die Diplomaten waren zwar nicht selbst bei dem Treffen anwesend, erklärten jedoch, sie hätten diese Einschätzung direkt von europäischen Spitzenpolitikern gehört, die mit dem slowakischen Regierungschef gesprochen hätten. Ein Diplomat sagte zudem, Fico habe nach der Begegnung mit Trump „sichtlich traumatisiert“ gewirkt.
Das Weiße Haus wies die Berichte entschieden zurück. Eine Sprecherin erklärte, es handle sich um „völlig falsche Informationen“, die auf anonymen Quellen beruhten und lediglich der Aufmerksamkeitssuche dienten. Die Begegnung in Mar-a-Lago sei aus Sicht Washingtons positiv und produktiv verlaufen.
Die Vorwürfe sorgen dennoch für Irritationen innerhalb der EU, da sie die ohnehin sensiblen transatlantischen Beziehungen weiter belasten könnten. Beobachter sehen darin ein weiteres Zeichen für die Spannungen, die Trumps Auftreten bei europäischen Partnern weiterhin auslöst.