Im Hamburger Hafen haben Zollbeamte eine Großlieferung von 400 Kilogramm Heroin sichergestellt. Die Drogen befanden sich in einem Seefrachtcontainer aus Singapur. Über den Fund berichtete Tagesschau.
Nach der Entdeckung leitete die Polizei umfangreiche Durchsuchungen in Niedersachsen ein. Betroffen waren Wohn- und Geschäftsobjekte unter anderem in Osterholz-Scharmbeck, Bremerhaven und Bremen. Die Maßnahmen stehen im Zusammenhang mit der mutmaßlichen Logistikkette der Schmuggler.
Nach Schätzungen der Ermittler hätte das sichergestellte Heroin auf dem Schwarzmarkt einen Wert von rund 32 Millionen Euro erzielen können. Behörden sprechen von einer der größten einzelnen Heroinsicherstellungen in Deutschland der vergangenen Jahre.
Der Container war laut Frachtpapieren mit Papierrollen für die Druckindustrie deklariert worden. Aufgrund von Risikoprofilen entschieden sich die Zöllner für eine vertiefte Kontrolle. Beim Röntgenscan fielen verdächtige Strukturen im Inneren der Rollen auf. Eine anschließende Öffnung bestätigte den Verdacht: Das Heroin war in 400 Einzelpakete aufgeteilt und professionell verborgen.
Die Ermittlungen zu Hintermännern, Transportwegen und möglichen Empfängern dauern an. Die Behörden kündigten an, weitere Ergebnisse zu gegebener Zeit zu veröffentlichen.