Razzia bei der Deutschen Bank wegen mutmaßlicher Geldwäsche

Ermittlungen stehen im Zusammenhang mit Firmen, die Abramowitsch zugeordnet werden

In der Zentrale der Deutsche Bank in Frankfurt am Main sowie in einer Niederlassung in Berlin haben Ermittler des Bundeskriminalamt (BKA) am Mittwochmorgen Durchsuchungen durchgeführt. Darüber berichtet das Nachrichtenmagazin Der Spiegel.

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main teilte mit, dass ein Ermittlungsverfahren gegen bislang unbekannte Mitarbeitende und Verantwortliche der Deutschen Bank geführt wird. Hintergrund seien mutmaßliche Geschäftsbeziehungen zu ausländischen Firmen, die nach Ansicht der Ermittler für Geldwäsche genutzt worden sein könnten.

Nach Informationen aus Ermittlerkreisen gilt der Vorgang als besonders sensibel. Demnach stehen die betroffenen Firmen in Verbindung mit dem russischen Oligarchen Roman Abramowitsch, der seit dem Frühjahr 2022 auf der Sanktionsliste der Europäische Union steht.

Ein Anwalt Abramowitschs wies die Vorwürfe gegenüber den Medien zurück. Sein Mandant habe keine Kenntnis von Ermittlungen deutscher Behörden in dieser Angelegenheit. Zudem betonte er, Abramowitsch habe stets im Einklang mit nationalem und internationalem Recht gehandelt.

Die Deutsche Bank bestätigte auf Anfrage, dass in ihren Räumlichkeiten laufende Ermittlungen der Frankfurter Staatsanwaltschaft stattfinden. Das Institut erklärte, man kooperiere vollständig mit den Behörden, lehnte jedoch weitere Stellungnahmen zu Details des Verfahrens ab.

Die Ermittlungen dauern an. Ob es zu konkreten Anklagen kommt, ist derzeit noch offen.

Von admin

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